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Schautag der Chemie 2006 - Visitenkarte der Chemie

Samstag, 23. September 2006, war es wieder so weit: Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich beim bundesweiten "Schautag" der Chemie von alten und neuen Errungenschaften auf dem Gebiet der Chemie überzeugen. Experten standen Rede und Antwort.

Große Resonanz der Bevölkerung

Es war bereits der sechste Tag dieser Art. Eingeladen hatten rund 300 Hochschulinstitute und Chemiewerke in Deutschland. Etwa 400.000 Personen nahmen die Einladung zum Tag der offenen Tür 2006 an und erwiesen der Chemie so ihre Ehre: Egal ob Labors oder Produktionshallen, ob Theorie oder Praxis; egal ob Bayer oder Linde, ob Universität Kiel oder Siegen; egal ob Ausstellung oder Unterhaltung, Information oder Dialog; egal ob Groß oder Klein, Jung oder Alt - der Schautag der Chemie am 23. September 2006 war ein voller Erfolg.

Keine Frage: Das Interesse der Bevölkerung an Chemie ist hierzulande groß. Seit 1990 haben knapp 2,5 Millionen Bürger an insgesamt sechs bundesweiten Schautagen der Chemie hinter die Kulissen geschaut. Urheber dieser Tage der offenen Tür ist der Verband der Chemischen Industrie (VCI): Alle drei bis vier Jahre ruft er seine Miglieder zu diesem öffentlichen Event auf. Und am Ende heißt es jedes Mal: "Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", so wie 2006 auch bei Dr. Roland Stegmüller (Leiter des Industrieparks Brunsbüttel).

Allgegenwärtige Chemie

Chemie ist überall - so könnte das Fazit auch nach dem Schautag der Chemie 2006 lauten. Wer die Produktausstellung von Bayer MaterialScience (BMS) im Industriepark Brunsbüttel besuchte und den WM-Ball erblickte, der war spontan begeistert. Sogleich wurde klar, dass der Fußball nicht aus Leder, sondern aus Kunststoff ist, gefüllt mit Polyurethan - aus dem Hause Bayer. Egal ob beim Fußballspiel, bei der Autofahrt, bei der Computerarbeit oder bei was auch immer - unser Alltag ist ohne Chemie nicht mehr denkbar: Ohne die Produkte der chemischen Industrie blieben wir im wahrsten Sinne des Wortes stehen - kämen wir nicht weiter. Doch mit Hilfe der Chemie entwickeln wir uns weiter - entwickelt sich unser Leben weiter. Oder: Wer möchte schon auf die zahllosen Annehmlichkeiten verzichten, welche wir der Chemie und ihren Produkten verdanken - wer möchte schon auf Blue Jeans & Co. verzichten!

Image-Aufwertung der Chemie

Doch wer assoziiert mit Chemie, mit chemischer Industrie, nicht auch Emissionen - Gestank, Umweltverschmutzung und letztlich Gesundheitsgefahr. Wer hat nicht nur berechtigte Fragen, sondern auch Ängste und Sorgen. Auch diese können am Schautag der Chemie zur Sprache gebracht werden. So kommt ein offener und fairer Dialog in Gang - zwischen interessierten Bürgern auf der einen und Chemie-Experten auf der anderen Seite. So werden am Ende auch etwaige Vorbehalte - auf beiden Seiten - abgebaut. So wird am Ende klar, dass moderne Filtersysteme sicherstellen, dass weder die Umwelt noch die Menschen in der Nähe von chemischen Betrieben mit Belastungen leben müssen.

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